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Ich liebe DJing – wie ich eine neue Seite von Musik entdeckt habe

  • Lili
  • 24. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Früher habe ich ehrlich gesagt nie darüber nachgedacht, was DJs eigentlich genau machen. Klar, man geht feiern, Musik läuft und vorne steht jemand hinter einem Pult, aber wie viel Technik, Aufmerksamkeit und Anspannung wirklich dahinterstecken, habe ich erst verstanden, als ich selbst einmal direkt mit im Booth stand. Genau dieser Moment hat meine Sicht auf das Auflegen komplett verändert und war gleichzeitig der Anfang meiner eigenen Begeisterung fürs DJing. 


Musik war eigentlich schon immer da 

Rückblickend überrascht es mich eigentlich gar nicht, dass ich irgendwann beim DJing gelandet bin. Musik war bei uns zu Hause schon immer ein großes Thema. Mein Vater macht selbst Musik, hat mit mir als Kind zu allem getanzt und sogar mehrere eigene Bands, die bis heute bestehen.  

Als ich also beschlossen habe, DJing auszuprobieren, musste ich mir deshalb nicht einmal groß Equipment besorgen. Mein Vater hatte durch seine Musik noch einen Controller bei sich herumliegen und genau den habe ich mir geschnappt.  


Mein erster Kontakt mit der DJ-Welt 

Der eigentliche Auslöser kam dann aber durch Freunde. Ein Freund von mir hat bei einer Veranstaltung in einem Club aufgelegt und ich durfte mit in den Booth. Ich weiß noch genau, wie toll ich es fand, mitzubestimmen was für Musik läuft  und wie das die Stimmung beeinflussen kann. Kleine Veränderungen im Set, ein anderer Übergang oder genau der richtige Song im richtigen Moment und plötzlich reagiert ein kompletter Raum darauf. Das hat mich abgeholt. 

Ich habe DJs plötzlich viel bewusster zugehört und ihnen zugeschaut. Auch Musik höre ich viel achtsamer. Ich beobachte genauer, wie Tracks aufgebaut sind, welche Energie sie haben und welche Songs gut zueinander passen könnten.  


Vom ersten Controller zu eigenen Mixes 

Meine ersten eigenen Versuche waren ziemlich simpel: ein Controller, YouTube-Tutorials und ganz viel Ausprobieren zu Hause. Ich hatte für die Software nicht mal einen Laptop, sondern nur mein iPad. Es gar nicht darum, perfekt zu sein, sondern zu verstehen, was die ganzen Knöpfe eigentlich bedeuten. Zum Einstieg habe ich hauptsächlich House-Musik gemixt, um ein gutes Gefühl für Timing und Übergänge zu bekommen. 

Mit der Zeit bin ich dann mehr bei Hip-Hop und Rap gelandet, weil das musikalisch einfach näher an dem ist, was ich selbst am meisten höre. Gerade dort habe ich gemerkt, dass DJing viel mehr ist als nur Songs hintereinander abzuspielen. 

Mit der Zeit habe ich viele neue Tracks entdeckt, viel ausprobiert und schließlich auch zwei kleine Mixtapes aufgenommen und hochgeladen. 

Was mir dabei am meisten Spaß macht, ist dieses Gefühl, wenn plötzlich zwei Tracks perfekt zusammenpassen. Wenn ein Übergang funktioniert, der Beat sauber ineinandergreift oder ein Song genau im richtigen Moment startet, entsteht jedes Mal dieses kleine Glücksgefühl. Genau diese Momente machen DJing für mich so besonders. 


Warum mich DJing so begeistert 

Ich würde mich selbst trotzdem noch klar als Anfängerin bezeichnen. Ich lege nicht professionell auf, sondern mache das alles aktuell nur zu Hause und aus Interesse heraus. Genau das macht es aber auch entspannt, weil kein Druck dahintersteht. 

Was sich aber verändert hat, ist mein Verständnis für DJs allgemein. Wenn man selbst versucht, Übergänge zu bauen oder ein Set zusammenzustellen, merkt man erst, wie viel Aufmerksamkeit und musikalisches Verständnis dahintersteckt. 

Heute sehe ich DJs weniger als reine „Party-Begleitung“, sondern mehr als Personen, die aktiv mit Musik arbeiten und Stimmungen formen. 


Fazit 

Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich DJing inzwischen so begeistert. Das Talent ein Gefühl für Musik zu haben ist schwieriger als erwartet. Man muss sich intensiv mit Musik beschäftigen. Auch wenn ich noch ganz am Anfang stehe, habe ich dadurch eine völlig neue Seite von Musik entdeckt. Und vielleicht ist genau dieses Gefühl, Musik selbst zu verbinden und immer wieder neue Kombinationen zu finden, das, was es für mich so besonders macht. 

 

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